Fühlst du dich auch manchmal total überfordert und deinen Gedanken und Gefühlen völlig ausgeliefert? Und fällt es dir dann schwer, dich voll und ganz auf dein Business zu konzentrieren? Dann hab ich hier 10 Inspirationen für dich, die mir sehr geholfen haben, mich wieder zu fokussieren und zu entspannen.

  1. Gönne dir regelmäßig kleine Auszeiten

Gerade Menschen wie wir, die mit Ängsten und Hochsensibilität im Alltag zu kämpfen haben, ist es einfach verdammt wichtig sich regelmäßig Auszeiten zu gönnen. Ich als Fotografin, ziehe mich zum Beispiel auch an Ganztageshochzeiten immer mal wieder für 5-10 Minuten zurück. Natürlich kläre ich vorher ab, dass in dieser Zeit nichts Wichtiges passiert. Aber genau das hat mir meine Arbeit extrem erleichtert und den Druck herausgenommen. Auch in meinem ganz normalen Alltag, versuche ich mindestens einmal am Tag mich in einen ruhigen Raum zurück zu ziehen und einfach mal die Augen zu schließen. So kann man sich besser auf sich konzentrieren und alle Reize etwas ausblenden. Versuche also auf deinen Körper zu hören und ihm seine Auszeiten zu gönnen. 

  1. Such dir ein Hobby zum Ausgleich

Das ist generell immer eine gute Idee. Seit ich neben der Fotografie mit dem Handlettering und Zeichnen begonnen habe, bin ich viel entspannter, freier und vor allem kreativer. Ich habe feste Rituale, in denen ich mir Zeit fürs Zeichnen nehme und dabei kann ich all den Stress gehen lassen und ganz im Tun aufgehen. Das tut einfach verdammt gut. Wenn du also irgendetwas total gerne magst, schenke dieser Tätigkeit mehr Zeit und versuche auch feste Zeiten dafür festzulegen. 

  1. Probier es mal mit Meditation, Yoga oder Qi – Gong

Es ist mittlerweile wissenschaftlich erwiesen, dass Meditation bei Angsterkrankungen super hilfreich ist. Und generell die Achtsamkeitspraxis viel zur Besserung beiträgt. Seit ich das Meditieren, Qi Gong & Yoga für mich entdeckt habe, habe ich viel weniger Angstattacken und meine Unruhe viel besser im Griff. Jeden Morgen setze ich mich 10 Minuten auf mein Meditiationskissen, schließe meine Augen, lege die Hände auf meinen Bauch und atme einfach. Die Gedanken lasse ich ziehen, schenke Ihnen keine große Beachtung und versuche wirklich im Moment zu sein. Das geht manchmal besser, mal schlechter, aber mit der Zeit hat man eine gewisse Übung und man kommt schneller in die Entspannung. Anschließend eine kleine Bewegungseinheit mit Yoga oder Qi-Gong und der Tag kann starten 🙂. Probier es doch einfach mal aus.

  1. Führe ein Erfolgs – Tagebuch

Wenn man viel an sich selbst zweifelt ist es super wichtig, sich seine Erfolge immer wieder bewusst zu machen. Deshalb schreibe ich mir seit 2 Jahren meine täglichen Erfolge in ein kleines Büchlein. Mittlerweile hab ich schon 2,5 davon gefüllt, aber es geht hier nicht nur um große Aufträge und Projekte, sondern auch um die kleinen Dinge. Zum Beispiel speichere ich mir alle positiven Rückmeldungen zu meinen Shootings ab und die Schönsten schreibe ich in mein Büchlein. Auch wenn ich heute mehr geschafft habe als sonst oder ich ein Treffen mit einer lieben Kollegin hatte. Denn das alles ist so viel wertvoller und bringt dich als Person auch viel weiter, als ein großer Auftrag, den du an Land gezogen hat. Klar ist das auch mega toll & das darfst du auch festhalten. Aber schon allein der Mut, dich Selbstständig zu machen & es einfach zu versuchen ist ein absolut großer Erfolg 🙂

  1. Gehe 1x im Monat zu einem Coach oder einer Therapeutin zum Reden & Reflektieren

Jaa ich weiß. Du magst jetzt denken: „So schlecht geht´s mir jetzt auch nicht, dass ich gleich zu nem Therapeuten muss“.
Aber: Es tut so gut, mit jemand außenstehenden über seine Probleme zu sprechen. Der Coach oder Therapeut hat ganz viele tolle Werkzeuge an der Hand, um dir wieder einen klaren Blick auf dich und dein Business zu schenken. Ich gönne mir das 1x im Monat und möchte es wirklich nicht mehr missen. Natürlich kannst du es in deinem Rhythmus machen und nur alle 3-4 Monate zu jemandem gehen. Gerade wenn man noch mit Ängsten zu kämpfen hat, tut es einfach gut und man hat auch das Gefühl, etwas für sich zu tun.

  1. Nehme nur Aufträge an, bei denen du dich wohlfühlst

Das musste ich selbst auch erst schmerzlich lernen. Aber es ist super wichtig für dich und dein Wohlbefinden. Früher hab ich wirklich jeden Auftrag angenommen der rein kam. Hauptsache mein Auftragsbuch war voll. Irgendwann aber ging es mir immer schlechter und ich hab mich gefragt: Warum das alles? Deshalb stelle ich mir jetzt als erstes ein paar Fragen: Hab ich wirklich Lust auf diesen Auftrag? Wie hab ich mich gefühlt, als ich die Anfrage gelesen habe? Hab ich einen Mehrwert davon? Kann ich diesen Auftrag trotz meiner Ängste gut händeln? Brauche ich danach lange um mich davon zu erholen? Es gibt zum Beispiel ein paar Kriterien für mich, bei denen ich sofort absagen würde. Egal wie viel Geld ich dafür erhalten würde. Lieber mache ich doch das, was mir absolut liegt und gefällt. Wo mein Herz dran hängt und ich mit tollen Menschen zusammenarbeiten kann, als etwas, wo ich mich nur kaputt mache. Hör also wirklich in Dich hinein, bevor du etwas annimmst. 

  1. Lege dir Zeiten fest, in denen du auf Social Media bist

Vor einem Jahr war ich noch den ganzen Tag unkontrolliert auf Social Media unterwegs, hab durch zig Instagram Profile gescrollt, mich ständig mit anderen verglichen und auch ganz viel Zeit vertrödelt. Anschließend war ich total überfordert und hatte ein doofes Gefühl in der Magengegend. Die ganzen Reize, die da in Sekundenschnelle auf einen einprasseln waren zu viel. Als hochsensibler Mensch braucht man einfach länger um solche Dinge zu verarbeiten und sollte das auch akzeptieren. Deshalb lege dir feste Zeiten für Instagram, Facebook & co fest. Checke nicht alle 20 Minuten Instagram, sondern nur alle 4-5 Stunden. Und dann begrenzte auch den Aufenthalt in solch einer App auf eine gewisse Zeitspanne. Ich fahre aktuell mit ca. 25 Minuten ganz gut. Das 3x täglich und alles ist gut 🙂 Klar, wenn du mal eine Aktion startest ist es auch voll okay länger dort zu verharren. Nur solltest du dein Verhalten einfach im Blick haben und darüber reflektieren können. Es gibt auch super Apps, die deine Zeit tracken. Schau dir doch mal eine an und probier es aus 🙂

  1. Sei offen und ehrlich & spreche über deine Ängste

Ich hätte nie gedacht, dass ich es überhaupt mal so weit schaffe mit meiner ganzen Hintergrundgeschichte. Als ich mich 2016 selbstständig gemacht habe, war meine Angst – und Panikstörung noch sehr ausgeprägt und ich wusste nicht, wie ich das alles meistern soll. Da ich es aber wirklich wollte, habe ich angefangen, offen über meine Probleme zu sprechen. Auch mit Kunden, Followern & Kollegen. Und es kam wirklich nur positives Feedback zurück. Denn viele haben sogar ähnliche Probleme oder sind einfach sehr verständnisvoll. Das hat mich total gestärkt weiterzumachen. Denn wenn man erst einmal angefangen hat zu Lügen und zu versuchen, Dinge zu vertuschen, weil man nicht sagen möchte, dass man an einer Angststörung leidet, kommt man da nicht mehr so schnell raus. Also sei immer ehrlich zu Dir und den Anderen 🙂

  1. Versuche bald ins Bett zu gehen & genug zu schlafen

Wir wissen alle dass es ohne Schlafen nicht geht & die Folgeschäden von Schlafmangel nicht gerade gering sind. Darunter leidet die Konzentrationsfähigkeit, man ist gereizter, neigt vermehrt zu Ängstlichkeit und es wirft unseren ganzen Stoffwechsel durcheinander. Deshalb ist es so super wichtig, ausreichen zu schlafen. Seit ich das berücksichtige, geht es mir wirklich besser. Früher bin ich oft erst gegen 1 oder halb 2 ins Bett und um halb 8 wieder aufgestanden. Mir ging es den ganzen Tag richtig mies, ich war nervös, unruhig und konnte meine Arbeit nicht so erledigen wie ich es mir gewünscht hätte. Jetzt gehe ich meistens so gegen 22.30 ins Bett, lese noch ein paar Seiten und schlafe dann oft richtig gut durch bis morgens um halb 7. Dieser Rhythmus hat mein ganzes Leben total verändert. Vor allem auch, das ich anstatt mein Handy  lieber ein paar Seiten in einem guten Buch lese, bevor ich einschlafe. Versuch es mal 🙂

  1. Schreib dir Abends auf, wofür du dankbar bist

Als Letztes möchte ich Euch noch den Tipp mit dem Dankbarkeitstagebuch geben. Als es mir noch richtig mies ging mit meinen Panikattacken und ich vor ganz vielen Situationen Angst hatte, habe ich mir abends aufgeschrieben wofür ich an diesem Tag dankbar war, wer mich unterstützt hat und was ich gemeistert habe. Ähnelt vielleicht etwas dem Erfolgstagebuch, aber hier geht es wirklich nur um dich und nicht um dein Business. Ob es die Nachbarin war, die dir ein Kompliment gemacht hat, deine Freundin, die sich deine Probleme angehört hat oder auch dass du es selbst geschafft hast heute alleine mit dem Auto in eine größere Stadt zu fahren und alles gut gegangen ist. (Das war bei mir zum Beispiel immer ein Thema mit dem Autofahren). Sich bewusst zu machen, wie toll das Leben doch eigentlich ist, ist super wichtig für deine psychische Gesundheit und überträgt sich natürlich auch auf dein Business. 🙂

Ich hoffe bei den Tipps waren einige Anregungen für dich dabei, die du demnächst mal ausprobierst. Lass es mich gerne wissen, damit wir uns weiter austauschen können.