Lisa Doneff - Lichtblicke Fotografie - Fotografin aus Franken - Buchempfehlung - Book of you

Dieser Blogartikel ist Teil einer ganzen Serie, in der ich mich mit Hochzeits-Dienstleistern aus der Region Franken unterhalte. Ich führe super spannende Gespräche und versuche, interessante Infos für meine Brautpaare zu erfahren, damit Ihnen die Planung der Hochzeit etwas leichter fällt. 🙂
Als zweite Interview-Partnerin habe ich die liebe Lina Schramm bei mir. 
Hier könnt Ihr nachlesen, auf was es alles bei einer freien Trauung ankommt. 

Wie bist du zu dazu gekommen, Paare als freie Traurednerin zu begleiten?

Meine Liebe zu Hochzeiten wurde früh geweckt, genauer gesagt im Jahr 2011. Denn seit meiner Ausbildung zur Sängerin (und der Hochzeit einer Freundin), begleite ich Trauungen musikalisch. Als ich eine freie Trauung live erleben durfte, entschloss ich mich, dass ich diese Art zu heiraten auch meinen Paaren ermöglichen möchte. Deshalb absolvierte ich im Jahr 2016 einen 4-tägigen Workshop zur freie Rednerin. Seitdem darf ich, gemeinsam mit meiner Kollegin Johanna, Brautpaare glücklich machen.

Was genau kann man sich unter einer freien Trauung vorstellen?

Anderes als der Name vermuten lässt, muss es sich bei einer freien Trauung nicht um eine Hochzeit in der freien Natur handeln. Gut, zugegeben, tatsächlich wünschen sich die meisten Paare eine Trauung an der frischen Luft. Doch tatsächlich leitet sich der Name von einem ganz anderen Umstand ab: Die Brautpaare sind frei. Also bei einfach allem! Es gibt kein Muss, keine Zwänge und keine festen Abläufe.

Zusätzlich steht diese Art zu heiraten allen Menschen offen. Egal ob gleichgeschlechtliche Liebe, Paare ohne Konfession oder mit verschiedenen Glaubensrichtungen. Nur eines gilt es zu beachten: Um vor dem Gesetz rechtlich verbundene Eheleute zu sein, ist die standesamtliche Trauung ein Muss.

Wie würdest du eine freie Trauung definieren?

Ich würde sagen die persönlichste Art und Weise „Ja“ zu sagen.

Wie sieht ungefähr der Ablauf einer solchen Trauung aus?

Johanna und mir ist es wichtig, dass wir unsere freien Trauungen speziell auf unsere Brautpaare abstimmen. Somit gibt es keinen „Standardablauf“. Um trotzdem einen Eindruck zu gewinnen, würde ich einen möglichen Ablauf wie folgt zusammenfassen:

  • Einlauf der Braut bzw. des Brautpaares
  • Begrüßung durch den Redner / die Rednerin
  • Der erste Teil der Trau-Rede
  • Ein individuelles Ritual oder ein Musikstück
  • Der zweite Teil der Trau-Rede
  • Ja-Wort, Ringtausch und Kuss
  • Ein individuelles Ritual oder ein Gastbeitrag
  • Schlussworte und Verabschiedung

Auf was legst du besonders bei deinen Reden Wert?

Unsere Reden sind persönlich und individuell auf jedes Brautpaar zugeschnitten. Uns ist es wichtig die Einzigartigkeit und die Liebe jedes Paares hervorzuheben und zu unterstreichen.

Trauzeremonien sind ja sehr emotional und persönlich. Wie gehst du damit um?

Vor der Trauung ist es besonders wichtig die Nerven und die Ruhe zu bewahren. Dadurch können die Paare so entspannt wie möglich in ihre Trauung starten und diese in vollen Zügen genießen.

Ich selbst bin an diesem Tag sehr fokussiert und fast unentwegt am Strahlen. Ich genieße den Moment der Trauung einfach unglaublich: die Gefühle in den Gesichtern der Paare und die Emotionen, die die eigenen Worte hervorrufen.

Was gibt es bei der Gestaltung der Location an der die Trauung stattfindet, zu beachten?

Bei der Location-Suche sollte das Brautpaar, mit Blick auf die freie Trauung, auf folgende Punkte eingehen:

  • Wo kann die Trauung stattfinden?

Viele Locations bieten bestimmte Plätze für freie Trauungen an. Vor Ort lässt sich am besten prüfen, ob dieser den Vorstellungen des Paares entspricht.

Soll die Trauung im Freien stattfinden ist es wichtig, die Alternative für schlechtes Wetter zu kennen. Und auch über den Sonnenschutz sollte gesprochen werden.

  • Mögliche Vorbereitungen durch den Vermieter / den verantwortlichen Mitarbeiter?

Das heißt, inwieweit sind Stühle, Bänke, Hussen oder sonstige Deko vor Ort? Und in welchem Umfang werden diese selbstständig durch den verantwortlichen Mitarbeiter aufgebaut? So ist, im besten Fall, ein Großteil der Vorbereitungen bereits erledigt und das Brautpaar muss sich nur noch um letzte Kleinigkeiten kümmern.

  • Wie kann der Empfang nach der Trauung aussehen?

Können der Sekt und das Fingerfood nach der Trauung selbst bereitgestellt werden, oder sind Essen und Getränke lediglich durch die Location bzw. einen festen Caterer zu beziehen?

  • Steht die Location am Tag der Trauung exklusiv der Hochzeitsgesellschaft zur Verfügung?

Es kann durchaus vorkommen, dass zwei Hochzeitsgesellschaften an einer Location feiern oder der Biergarten im normalen Betrieb geöffnet hat.

Können die Gäste mit eingebunden werden?

Natürlich, unbedingt! Egal ob liebe Worte, gute Wünsche oder ein Geschenk, das während der Trauung überreicht wird – die Möglichkeiten sind vielzählig.

Was ist für dich das wichtigste Element innerhalb der Trauzeremonie?

Für mich lautet die Frage vielmehr: Was ist das wichtigste Element für das Brautpaar? Nur darum geht es.

Wie läuft ein Vorgespräch bei dir ab?

Alles beginnt mit einem unverbindlichen, kostenlosen Gespräch. Darin lernen wir uns kennen, besprechen erste Details, und ich erzähle den Paaren von den gemeinsamen Vorbereitungen.

Entscheidet sich das Paar für mich als ihre Rednerin, wird es fünf Monate vor der Hochzeit so richtig spannend. Dann findet das Vorgespräch statt, indem mir die Paare ihre ganz persönliche (Liebes-)Geschichte erzählen.

Wie weit im Voraus sollte man sich bei dir melden?

Die ersten Anfragen trudeln oft schon 12 bis 18 Monate vor dem geplanten Trautermin ein. Schnell sein lohnt sich also.

Jetzt mal etwas persönlicher: Was bedeutet für dich Liebe?

Liebe bedeutet für mich beim Anderen genauso sein zu dürfen wie man ist, Geborgenheit, Angekommen sein und Vertrauen

Das Schreiben der Traurede nimmt ja einen großen Teil der Arbeit ein. Wie gehst du beim Schreiben vor? Hast du gewisse Bausteine, die du wiederverwendest?

Wie bereits erwähnt wird Individualität bei uns groß geschrieben. Zugegeben, wir erfinden die Begrüßung oder die Verabschiedung nicht jedes Mal neu. Doch den Rest der Rede starten wir, bildlich gesprochen, mit einem weißen Blatt Papier.

Mal ganz allgemein: Für welche Paare ist sie das Richtige? Was sollte man grundsätzlich wissen?

Für alle Paare,

  • denen es wichtig ist, dass sie und ihre ganz persönliche Geschichte im Vordergrund stehen.
  • die sich eine Zeremonie wünschen, denen die Kirche aber nicht offen steht. Oder all diejenigen, die sich bewusst gegen eine kirchliche Trauung entscheiden.
  • die ihre Trauung nach ihren ganz eigenen Wünschen gestalten und feiern möchten.
  • die sich ganz bewusst mit ihrer Vergangenheit, und ihrer Liebe zueinander auseinandersetzen wollen.

 

Und grundsätzlich gilt: Vergesst nie, um was es beim Thema Hochzeit wirklich geht:

Zwei Menschen, die sich lieben und ihre Zukunft gemeinsam verbringen möchten!

 

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