Schon immer hatte ich viele Hobbys und Interessen. Ob es das Tischtennis spielen war, das Schießen im Schützenverein, Gitarre lernen, zeichnen, Astronomie, Vögel bestimmen und noch vieles mehr. Ich war immer ein Kind, welches von Einem zum Nächsten gesprungen ist und welches die Abwechslung geliebt hat. Das ist bis heute so geblieben…meine Neugier ist schier grenzenlos und ich liebe es, neue Dinge auszuprobieren. 

Letztes Jahr war es zum Beispiel das Häkeln, Anfang des Jahres war es das Stricken und davor gab es das Malen mit Aquarellfarben, Gedichte schreiben oder ein großes Interesse an Psychologie und Pädagogik. Ich brauche diese Vielfalt einfach. 
Als ich dann vor 6 Jahren mit der Fotografie begonnen habe, wollte ich auch alles mögliche ausprobieren. Und damit meine ich wirklich ALLES! 

Von der Autofotografie, über Produktfotografie, Eventfotografie, Hochzeiten, Familien, Portraits, Business, Food….es gab nichts, woran ich mich nicht versucht habe. Aber nun ja, es gibt eben auch so viele tolle Bereiche. 
Als ich mich dann aber immer mehr mit dem Thema Business beschäftigt habe, kam ich irgendwann zu einem ganz wichtigen Punkt, den man in jedem Buch liest, in Podcasts hört oder Onlineartikeln zum Thema Selbstständigkeit. Nämlich eine bestimmte Regel: Finde deine Nische und spezialisiere dich.

Puh, Ihr glaubt gar nicht,  wie sehr mich das belastet hat. Ich wollte mich ja eigentlich gar nicht auf einen Bereich festlegen, aber anscheinend war das die einzige Möglichkeit, als Experte dazustehen und Kunden zu generieren. 
Das hat mich unter enormen Druck gesetzt. Ich fühlte mich unzulänglich, hab mich ständig mit anderen verglichen und überlegt, auf welche Bereiche der Fotografie ich verzichten könnte. 

Irgendwann bin ich auf Anna Heintze gestoßen, die ein ganz tolles Buch geschrieben hat, was mir wirklich die Augen geöffnet hat. Darin geht es um die Scanner Persönlichkeit. Also Menschen, die einfach vielbegabt und Ihre Interessen breit gefächert sind. Es geht darum, dass man sich nicht zwingend auf etwas festlegen muss, sondern eher darum, sein Warum zu finden. Ihr glaubt gar nicht, wie erleichtert ich war.

Endlich wusste ich, das Ich nicht irgendwie komisch und falsch war. Ich hab mich so alleine damit gefühlt, weil ich eben oft nicht lange bei einer Sachen bleiben konnte und die Abwechslung gebraucht habe.
Ich glaube mittlerweile einfach, das meine Nische das Vielfältige und Kreative ist und dass ich meiner Neugier folge 🙂 
Ich hab viele Facetten und lebe die super gerne aus. Und finde es toll, neue Menschen kennenzulernen und Dinge zu entdecken. Und genau diese Neugier bleibt mir hoffentlich noch lange erhalten 🙂 

Steht einfach zu Euch selbst, liebt euch dafür wie Ihr seid und lebt euren Entdeckungsdrang aus 🙂 
Es ist auch voll okay Dinge auszuprobieren und auch, sie wieder zu beenden, wenn es doch nicht den erhofften Spaß bringt. Das ist voll in Ordnung. Nicht drüber nachdenken, was andere davon halten & einfach euer Ding durchziehen 🙂